Aktuelles

Stiftungspreis geht an ein Pilotprojekt für ehrenamtliche Demenzbegleitung im Krankenhaus

04.07.2022 -

Die stolzen Preisträgerinnen des Stiftungspreises „Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere“ kommen in diesem Jahr aus dem Krankenhaus Barmherzige Schwestern in Wien. Ihr Pilotprojekt „Ehrenamtliche Demenzbegleitung im Akutkrankenhaus“ hat Vorbildcharakter. Denn der Spitalaufenthalt von Menschen mit einer Demenzerkrankung ist für alle Beteiligten eine herausfordernde Situation.

Den Patient*innen mit Demenz ist es nahezu unmöglich, ihre Beschwerden und Bedarfe mitzuteilen und sich in der fremden Umgebung eines Krankenhauses zurechtzufinden. Und das Pflegepersonal hat im normalen Arbeitsalltag kaum die Zeit und oft auch nicht die Erfahrung, mit Demenzerkrankten angemessen umzugehen. Die Resonanz in der Öffentlichkeit war überwältigend, so dass heute im Krankenhaus Barmherzige Schwestern zahlreiche Ehrenamtliche Demenzerkrankten durch ihr Da-Sein und ihre Begleitung Halt und Orientierung geben.

www.bhswien.at/karriere/ehrenamtliche-demenzbegleitung
www.ksh-muenchen.de
www.grk.menschenrechte-und-ethik.med.fau.de
www.institut-fuer-menschenrechte.de
www.tvbayernlive.de/mediathek/video/demenz-und-fotografie

Online und endlich wieder live: Preisverleihung „Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere“

24.06.2022 -

Am Montag, 27. Juni 2022 beginnt um 14:30 Uhr der feierliche Festakt zur diesjährigen Verleihung des Menschenrechtspreis in der Katholischen Stiftungshochschule München - u.a. mit einer spannenden Podiumsdiskussion zum Thema „Wie schützen wir die Schwachen? Altersdarstellungen in deutschen Nachrichtenmagazinen und Zeitungen während der Covid-19 Pandemie" mit Dr. Caroline Emmer De Albuquerque Green, Prof. Eva-Marie Kessler und Dr. Janina Myrczik. Zudem startet an diesem Tag die Ausstellung des Fotowettbewerbs „Mehr als die Risikogruppe. Vom (nicht-)alltäglichen Leben älterer Menschen während der Corona-Pandemie" mit bemerkenswerten Fotografien.

Infos zum Programm finden Sie im Flyer.

Selbstverständlich können Sie auch Online dabei sein:
https://ksh-m.zoom.us/j/64021008016?pwd=WTJKWHpZdVh2SHdVMFlEejh2N0Jndz09
Meeting-ID: 640 2100 8016
Kenncode: 908075

Einsendeschluss: Fotowettbewerb

07.06.2022 -

Zücken Sie noch schnell Ihre Kamera und begegnen Sie der Krankheit Demenz mit einem anderen Blick. Noch bis 15. Juni 2022 können Sie Ihre Fotos einreichen für den "Desideria Care Preis 2022 für Fotografie“! Machen Sie mit bei diesem bewegenden Perspektivwechsel, zu dem der gemeinnützige Verein Desideria Care e.V. aufgerufen hat. Der Fotowettbewerb „Demenz neu sehen“ soll eine breitere Öffentlichkeit sensibilisieren und die Bildsprache zu diesem Thema verändern. Ein Ziel, das auch der Josef und Luise Kraft-Stiftung am Herzen liegt, weshalb sie diesen Fotowettbewerb unterstützt. Die Preise werden in den drei Kategorien „Profi“, „Nachwuchsfotograf*in“ und „Amateur*in“ vergeben. Die Bewerbung ist ausschließlich online möglich: https://demenzneusehen.de

UN akkreditieren die Stiftung als Mitglied der Arbeitsgruppe zu Fragen des Alterns

05.05.2022 -

14. April 2022 – Der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung wächst weltweit kontinuierlich. Ihre Menschenrechte sind allerdings im internationalen Recht bislang nicht explizit verankert. Eine nationale und internationale Politik für Ältere und die Stärkung des Schutzes ihrer Menschenrechte liegt der Josef und Luise KRAFT-Stiftung besonders am Herzen. Deshalb freuen wir uns sehr über die Akkreditierung bei den Vereinten Nationen.

Neben der BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) und der Generationenbrücke Deutschland sind mit der jüngsten Ernennung der Josef und Luise KRAFT-Stiftung in New York nun drei deutsche Organisationen in der OEWG-A (Open-ended Working Group in Ageing). Die Offene Arbeitsgruppe wurde 2010 mit dem Ziel ins Leben gerufen, sich mit dem bestehenden internationalen Rahmen für die Menschenrechte älterer Menschen zu befassen, Ungleichheiten im Recht und in der Praxis zu identifizieren und zu eruieren und zu diskutieren, welche Änderungen auf internationaler und nationaler Ebene vorgenommen werden müssen, damit die Menschenrechte im Alter Wirklichkeit werden.

Zur Internetseite der OEWG-A
Zur Internetseite der BAGSO

Zur Internetseite der Generationenbrücke Deutschland

Die Gewinner des Fotowettbewerbs stehen fest

Mannigfaltige Einblicke ins Leben älterer Menschen in der Corona Pandemie

14.03.2022 -

Dass Menschen über 65 Jahren „mehr als eine Risikogruppe“ sind, das zeigen die Gewinnerfotos auf eine wunderbare Weise. Gesucht waren Fotos, die vom (nicht-)alltäglichen Leben älterer Menschen während der Corona-Pandemie erzählen. Wir gratulieren den Sieger*innen und danken allen Einsender*innen, die die kleinen und großen Momente mit ihrer Kamera festgehalten haben. Ein Blick in die Shortlist mit einer erweiterten Auswahl an Fotos lohnt sich! Den Fotowettbewerb des Forschungsprojekt IM/AGE-19 unterstützte die Josef und Luise KRAFT-Stiftung sehr gerne. https://www.image-19.de/shortlist/ 

Fotowettbewerb: Demenz neu sehen

08.02.2022 -

Zu einem bewegenden Perspektivwechsel lädt der Verein Desideria Care ein: ein Fotowettbewerb, der Mut machen will... Mut, der Krankheit Demenz mit einer Kamera zu begegnen und lebendige Momente der Erinnerung zu schaffen. Der Bremer Fotograf Hauke Dressler, der seinen an Alzheimer erkrankten Vater bis zu dessen Tod mit der Kamera begleitete, unterstützt den Wettbewerb als Botschafter. Ziel dieser Desideria Care-Aktion ist es, die Bildsprache zum Thema Demenz zu verändern und einen Bewusstseinswandel hin zu einer demenzfreundlichen Gesellschaft zu bewirken. Eine wichtige Mission, die die Josef und Luise Kraft-Stiftung gerne fördert. Ausführliche Infos zum Fotowettbewerb finden Sie hier.

Gerd Anthoff liest J. Bernlef

Lesung im Kleinen Theater Haar: 19. November, 16:00 Uhr

11.11.2021 -

Der bekannte Theater-, Film- und Fernsehschauspieler GERD ANTHOFF liest „Hirngespinste“ – ein im wahrsten Sinne des Wortes ergreifender Roman, in dem der Autor J. Bernlef vom zunächst langsamen, dann immer fortschreitenden Verfall eines Alzheimerkranken konsequent aus dessen Perspektive erzählt. Anthoff macht mit seiner facettenreichen Stimme diese Lesung zu einem mitreißenden Erlebnis – er schlüpft förmlich in die Figur und nimmt das Publikum mit auf eine höchst intensive Reise in die Stille, Verzweiflung, Wut, Ratlosigkeit, Resignation... Begleitet wird dieser Abend vom Multiinstrumentalist MARTIN KÄLBERER mit Eigenkompositionen am Klavier. Casinostraße 6, 85540 Haar, 19.11.21, Einlass ab 15:30 Uhr.
Für alle, die nicht live dabei sein können, gibt es hier ein Live-Streaming

Achtung: Für Kultureinrichtungen gilt die 2G-Regel!

FOTOWETTBEWERB: Ältere Menschen - mehr als eine Risikogruppe

Wir suchen bis 11.10. Fotos, die mit stereotypen Bildern von Älteren in der Corona-Krise brechen!

21.08.2021 -

Für diesen Wettbewerb suchen wir Fotos älterer Menschen ab 65 Jahren jenseits klischeehafter Darstellungen, die die vielfältigen alltäglichen und nicht-alltäglichen Momente einfangen, die alte und sehr alte Frauen und Männer in der Corona-Pandemie zeig(t)en. Ob Selfies aus dem eigenen Alltag oder Fotos von Großeltern, Eltern, Freund*innen, Partner*innen, Nachbar*innen… prämiert werden Fotos von Profi- oder Gelegenheitsfotograf*innen, die einen lebendigen und vielleicht überraschenden Einblick in das Leben von Menschen im hohen und sehr hohen Lebensalter in den verschiedenen Phasen der Pandemie geben. Ins Leben gerufen haben diesen Wettbewerb das Forschungsprojekt IM/AGE-19 und die Josef und Luise Kraft-Stiftung.

Save the Date: Ausstellung „Stille Heldinnen. Das Leben nachhaltig gestalten“

23. September bis 01. Oktober 2021 - Katholische Stiftungshochschule München

18.08.2021 -

Aufgrund der Corona-Pandemie mehrmals verschoben, kommt diese sehenswerte Wanderausstellung endlich auch nach München. "Stille Heldinnen" - das sind sechs beeindruckende Großmütter aus Tansania. Die Ausstellung von HelpAge porträtiert Ausschnitte aus ihrem Leben, die vor allem eines ausdrücken: Die Würde und die Stärke dieser Frauen und ihren Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung. Neben den Schicksalen dieser Frauen werden v.a. sechs Themen der weltweit geltenden Agenda 2030 mit ihren UN-Nachhaltigkeitszielen thematisiert: Armut, Gesundheit, Geschlechtergleichheit, sauberes Wasser, saubere Energie, Leben an Land. Veranstaltungsort: Katholische Stiftungshochschule München, Ellen-Ammann-Seminargebäude im Foyer.

Das beeindruckende Gesamtportrait der sechs Großmütter aus Tansania regt die Besucher*innen an, über Zukunftsfragen von würdevollem Altern und der nachhaltigen Entwicklung nachzudenken und ins Gespräch zu kommen. In Reflexion der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und der darin benannten Ziele für eine nachhaltige Entwicklung stellt die Ausstellung ganz konkret die Notwendigkeit eines globalen Umdenkens und eines generationenübergreifenden Zusammenhalts in den Fokus.
Die nachhaltige Entwicklung generationsübergreifend und global zu sichern, ist Anliegen der von den Vereinten Nationen vor fünf Jahren beschlossenen Agenda der „Sustainable Development Goals“ (nachhaltige Entwicklungsziele). Die Förderung des Zusammenhalts zwischen Menschen jedes Alters ist für den Erfolg der Entwicklungsziele ausschlaggebend. Dieses Anliegen aufnehmend laden das Kompetenzzentrum „Zukunft Alter“ der Katholischen Stiftungshochschule München und die Josef und Luise Kraft-Stiftung sehr herzlich zum Ausstellungsbesuch „Stille Heldinnen“ ein.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung vom 23. September bis 1. Oktober 2021 umfasst auch ein Angebot an Führungen durch die Initiatorin der Wanderausstellung HelpAge. Für Schulklassen und Seminare gibt es die Möglichkeit einer themenspezifischen Führung durch die Ausstellung mit Themen wie Nachhaltigkeit, generationenübergreifender Zusammenarbeit oder Geschlecht mit Mitarbeitenden der HelpAge e.V. unter Berücksichtigung der pandemiebedingten Hygieneregelungen. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Führung dauert ca. 30 Minuten.

Die Ausstellung endet mit einer Finissage mit Videobotschaft am 1. Oktober 2021 um 17.00 Uhr. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der KSH München unter www.ksh-muenchen.de und HelpAge

Körper in Bewegung

„Über die Dinge“ – ein bewegendes Tanztheater zu Gast im Caritas-Altenheim in Gröbenzell

25.07.2021 -

Ein Sonnentag, strahlende Gesichter und zwei Tänzerinnen, die Fantasien, Träume und Erinnerungen wecken – mit Hut, Besenstil, Regenschirm, Tasse und einem Rock... Spielerisch bewegen sich Laura Saumweber und Paula Niehoff mit, neben und „über" den Dingen zu einer Musik im Stil der 30er und 50er Jahre. Eine Atmosphäre der Unbeschwertheit und Leichtigkeit macht sich breit auf der Wiese vor dem Altenheim St. Anton. Und dann wird das Tanztheater auch noch zu einem fröhlich-beschwingten Mitmach-Erlebnis mit lautem Applaus von den vielen Senior*innen, die dieses Spektakel gespannt verfolgen. Sehr gerne unterstützte die Josef und Luise Kraft-Stiftung diese außergewöhnlich schöne und inspirierende 30-minütige Tanzperformance. Mehr Informationen unter www.contweedancecollective.comSüddeutsche.de vom 25.07.21

Pflege in Pandemiezeiten

Ausschreibung: Förderpreis 2021 für Projekte aus der Praxis zum Thema Menschenrechte in der Pflege für Ältere

28.06.2021 -

Die Josef und Luise Kraft-Stiftung schreibt auch im Jahr 2021 den Förderpreis „Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere“ aus. Damit möchte die Stiftung Praxisprojekte unterstützen, die sich in der Pandemie für die Rechte älterer, pflegebedürftiger Menschen engagieren oder sich gegen Altersdiskriminierung stark machen. Einsendeschluss ist der 01. September 2021. Die Gewinner*innen erwartet ein Geldpreis in Höhe von 3000 Euro, der feierlich am 06. Dezember 2021 auf einem Festakt in München überreicht wird.

Ob gesellschaftliche Teilhabe, Gesundheit oder Wohlbefinden, der Schutz von Grund- und Menschenrechten Älterer könnte kaum akuter sein. Deshalb will die Stiftung in diesem Jahr Projekte auszeichnen, die sich in Covid-Zeiten insbesondere um die Rechte älterer, pflegebedürftiger Menschen gekümmert haben. „Wir sind gespannt auf die verschiedenen Lösungsansätze, wie zum Beispiel Covid-Erkrankten in Pflegeheimen die Zeit der Isolierung erleichtert wurde oder welche Rolle das Recht auf Familie‘ spielte“, sagt Stiftungsvorstand Dr. Harald Mosler:

Den Menschenrechtspreis „Ethik, Medizin und Pflege älterer Menschen“ schreibt die Josef und Luise Kraft-Stiftung im Jahr 2021 bereits zum vierten Mal aus – in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Katholischen Stiftungshochschule. Die Stiftung möchte damit Praxisprojekte, Studien und Abschlussarbeiten fördern.

Die Mitglieder des Auswahlgremiums und Kuratoriums des Preises:

Prof. Dr. med. Andreas Frewer, M.A., Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. theol. Constanze Giese, Katholische Stiftungshochschule München
Dr. Caroline Emmer De Albuquerque Green, M.Sc., M.A., King’s College London, Kraft-Stiftung München
Dr. jur. Claudia Mahler, Deutsches Institut für Menschenrechte Berlin
Dr. jur. Harald Mosler, Vorsitzender der Kraft-Stiftung München

„Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere“ – die Preisträgerinnen von 2020

18.05.2021 -

Viel Applaus erhielten die Preisträgerinnen von 2020 am 13. Mai bei einem Online-Festakt, corona-bedingt leider nicht wie geplant im Erlanger Schloss. Annette Arand und Sonja Brandtner vom Verein wohlBedacht gewannen für außergewöhnliches Unterstützungsangebot „sanftMUTIG! Pflegen und Betreuen bei Demenz auch und gerade in der Corona-Krise“ und Dr. Lisa-Marie Scheida für ihre Dissertation „Würdevoller Umgang mit Demenzpatienten aus ärztlicher Sicht. Eine empirische Studie zur derzeitigen Situation an vier Dresdner Kliniken“.

Grundsatz: Wohlwollendes Gewährenlassen

Bei Demenzkranken wird ein normales Verhalten häufig als Problem erlebt. „Unser oberster Grundsatz heißt deshalb: Alles ist möglich!“, erzählen Annette Arand und Sonja Brandtner: „Wir bremsen nichts aus, weder das Bedürfnis nach Rauchen, Spazieren gehen oder Einkaufen. Die Gäste von Wohlbedacht werden in ihrer individuellen Form und Art des Ausdrückens gehört und geachtet. Das sei nur auf der Basis von gegenseitigem Vertrauen möglich – von den Bewohner*innen und den Angehörigen zu den Mitarbeiter*innen, und von diesen zur Leitung. Die Erkrankten aber seien die Weltmeister des Vertrauens. Wir alle müssten lernen, Demenzerkrankten auch solche Dinge machen zu lassen, die sie noch nie getan haben und gegebenenfalls riskant sind. „Es ist wirklich ein bemerkenswerter Ansatz von Wohlbedacht. Hier ist erlaubt, was für Erkrankte Sinn macht. Und das 24/7“, so Dr. Lutz Bergemann, Professor für Ethik in der Medizin an der FAU Erlangen-Nürnberg in seiner Laudatio.

Würdevoller Umgang in Krankenhäusern

Die Laudatio für das Dresdner Projekt von Dr. Lisa-Maria Scheida hielt Frau Prof. Constanze Giese von der Katholischen Stiftungshochschule: „Akutkrankenhäuser sind nicht auf die Belange und Bedürfnisse von Personen eingerichtet, die mit einer Demenzerkrankung hospitalisiert werden.“ Durch den klassischen Krankenhausalltag, durch Zeitdruck und standardisierte Prozesse käme es in den meisten Fällen zu einer Verschlechterung des Zustands der Patient*innen. Die Gefahr sei groß, dass ihre Rechte nicht gesehen und gewürdigt werden, dass sie mit ihren speziellen Bedürfnissen im Krankenhaus „infantilisiert“ oder gar ignoriert werden. Über dieses Thema promovierte Lisa-Maria Scheida und untersuchte in einer empirischen Studie, die derzeitige Situation an vier Dresdner Kliniken und wie es um einen würdevollen Umgang mit Demenzpatienten aus ärztlicher Sicht steht.

Im Alter ist Verletzlichkeit ein Lebensthema

„Der Schutz Älterer könnte kaum aktueller sein als in der Pandemie. Genau hier beginnen die Problemen von Ethik und Menschenrechte für Ältere, auch in der Medizin“, berichtet Prof. Dr. med. Andreas Frewer. Das Rahmenprogramm war vielfältig - von der Vorstellung der mit dem Förderpreis ausgezeichneten Projekte, über die Laudationen für die Preisträgerinnen und einer anregenden Podiumsdiskussion unter anderem mit Dr. Claudia Mahler (UN Rapporteur Deutsches Institut für Menschenrechte). Ein weiteres Highlight war die Keynote von Prof. Andreas Kruse: „Lebensphase hohes Alter. Verletzlichkeit – Reife – Ethik“. Durch die Veranstaltung rund um das Thema und die Verbindung des hohen Lebensalters mit ethischen und Grundrechts- und Menschenrechtsfragen führten Dr. Caroline Green (Kings College London und Kraft-Stiftung München) und Prof. Heiner Bielefeldt (Menschenrechte und Menschenrechtspolitik, FAU).

Musikalisches Intermezzo

In der Pause gab es noch einen besonderen Ohrenschmaus. Mit einem „Musikalischen Intermezzo“ erfreute Prof. Andreas Kruse die Teilnehmer*innen auf seinem Steinway-Flügel. Die Illustration der Vulnerabilität und Fragilität im Alter im Spiegel der Musik – insbesondere der Werke von Johann Sebastian Bach (1685–1750) – ist eine besondere Form, die Inhalte der Forschung zur „Lebensphase hohes Alter“ zu illustrieren. Zu sehen und hören waren diese Aufnahmen aus der Aula der Heidelberger Universität: Choralvorspiel, Französische Suite II, c-Moll, Präludium cis-Moll und Fuge cis-Moll, aus „Das Wohltemperierte Klavier“ sowie „Italienisches Konzert“ in F-Dur. Prof. Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg, hat Psychologie, Philosophie und Musik studiert.
Hier können Sie in die Stücke reinhören.

Partnerschaft seit vier Jahren

Den Menschenrechtspreis „Ethik, Medizin und Pflege älterer Menschen“ schreibt die Josef und Luise Kraft-Stiftung im Jahr 2021 bereits zum vierten Mal aus – gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Katholischen Stiftungshochschule. Die Stiftung unterstützt seit 2018 auch das Stipendiaten-Kolleg an der FAU. Prof. Dr. Prof. Friedrich Paulsen (Vizepräsident der FAU und Leiter Netzwerk des Graduierten-Kollegs), freute sich über die Zusage von Dr. Harald Mosler (Vorstand der Josef und Luise Kraft-Stiftung), die Förderung des Graduierten-Kollegs an der FAU weiterlaufen zu lassen. Die nächste Preisverleihung soll am 06. Dezember 2021 stattfinden: „Und am besten live! Und zwar in München, wo schon der erste Festakt stattgefunden hat“, erhofft sich Harald Mosler.

Paukenschlag gegen die Einsamkeit

Bayernweites Konzertereignis mit einer großen Botschaft

05.05.2021 -

Bewohner*innen von Senioreneinrichtungen sind einsam in der Pandemie, genauso wie Musiker*innen. Am 01. Mai kamen beide zusammen. Mit einem Paukenschlag startet der Chefdirigent der Bayrischen Philharmonie Mark Mast unsere bayernweite Aktion gegen die Einsamkeit. Um Punkt 11 Uhr geben quer durch Bayern über 100 Berufsmusiker*innen zeitgleich ein Konzert vor 60 Senioreneinrichtungen der Arbeiterwohlfahrt OBB, dem SeniorenWohnen BRK, dem MünchenStift sowie einigen kirchlichen und privaten Häusern.

Paukenschlag gegen die Einsamkeit, wir vermissen Euch!

Mit dieser Aktion verbinden wir zwei Gesellschaftsgruppen, die unter Corona sehr zu leiden haben. Ihnen möchten wir damit Gehör und Fokus verschaffen.

16.04.2021 -

Am 1. Mai 2021 ertönt um Punkt 11.00 Uhr unser „Paukenschlag gegen die Einsamkeit", der rund 20 Minuten lang quer durch Bayern zu hören sein wird – von Hof bis Oberammergau und von Goldbach bis Grafenau. Über 100 freie Berufsmusiker*innen spielen zeitgleich an diesem Feiertag ein unterhaltsames Potpourri vor 60 Senioreneinrichtungen von der Arbeiterwohlfahrt, dem SeniorenWohnen BRK und dem MünchenStift sowie kirchlichen und privaten Häusern.

Die für unsere Stiftung wichtigste Antriebsfeder ist es, älteren Menschen zum Maifeiertag eine musikalische Freude zu bereiten. Sie haben nun seit über einem Jahr nur sehr eingeschränkt die Möglichkeit, das Leben, das ihnen verbleibt, zu genießen. Gleichzeitig haben wir auch an die vielen Berufsmusiker*innen gedacht, die seit Monaten nicht mehr arbeiten können und ihr Publikum vermissen. Grund genug, um den „Tag der Arbeit" für unsere Aktion auszuwählen. Dieser Paukenschlag gegen die Einsamkeit geht also in zwei Richtungen und uns freut schon jetzt die große Vorfreude der Senior*innen, des Pflegepersonals und den Musiker*innen. Alle Konzerte vor den teilnehmenden Einrichtungen sind keine öffentlichen Veranstaltungen und werden im Rahmen der geltenden Infektionsschutzverordnung stattfinden.

Viel Herz und Applaus vom Balkon

Prinzenpaar überbringt Faschings-Tascherln für 3000 Senior*innen

16.02.2021 -

Der Himmel strahlt, ältere Damen und Herren schunkeln und wippen im Takt der Walzermusik auf den Balkonen, an den Fenstern und an der Hauswand, während sich das Münchner Faschingsprinzenpaar in prunkvoller Kleidung im Dreivierteltakt über den Vorplatz des Haus St. Josef am Luise-Kiesselbach-Platz in München dreht.

Auch wenn dieser Fasching ganz anders ist, gefeiert sollte trotzdem werden. Ein bisschen und mit Distanz. Das haben wir uns als Josef und Luise Kraft-Stiftung auch gedacht und gemeinsam mit dem Verein „Münchner für Münchner“ und der Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla eine Faschingsaktion für die Bewohner*innen von 13 MünchenStift-Häusern gestartet.

Über 3000 bunte Faschings-Tascherl bepackten Ehrenamtliche mit Luftschlangen, Faschingshütchen, Süßem und dem vom bekannten Münchner Karikaturisten Dieter Hanitzsch entworfenen Faschingsorden 2021. Mit einem dreifach kräftigen „Narr...halla! überbracht vom Prinzenpaar Berni I. und Margarethe I. Die Freude über die Abwechslung war groß und die Erinnerungen an die eigenen Faschingsbesuche lebendig.

Ein Lächeln, ein gutes Wort, ein Gespräch... das ist es, was ältere Menschen gerade jetzt in der Isolation brauchen. Deshalb steckte in jeder Faschingstasche wieder eine Karte mit unserer „Hotline“-Nummer für Senior*innen. Die Aktion „Wir sind für Sie da!“ startete Dr. Harald Mosler, Stiftungsvorstand der Josef und Luise Kraft-Stiftung, zu Beginn der Pandemie. Und das Telefon steht nicht still...

Menschenrechtspreis 2020

Betreuung von Menschen mit Demenz steht im Fokus des dritten Menschenrechtspreises der Josef und Luise Kraft-Stiftung

10.01.2021 -

Der zum dritten Mal verliehene Menschenrechtspreis der Josef und Luise Kraft-Stiftung geht an zwei starke Projekte zum Thema Betreuung von Menschen mit Demenz. Die Preisträgerinnen sind Annette Arand und Sonja Brandtner mit dem Unterstützungsangebot „sanftMUTIG! Pflegen und Betreuen bei Demenz auch und gerade in der Corona Krise“ sowie Lisa-Marie Scheida mit der Dissertation „Würdevoller Umgang mit Demenzpatienten aus ärztlicher Sicht. Eine empirische Studie zur derzeitigen Situation an vier Dresdner Kliniken“.

Die Betreuung von Menschen mit Demenz in der Corona-Krise ist eine besondere Herausforderung und lebensnotwendig für Betroffene. Das Projekt „sanftMUTIG!“ hat sich dieser Herausforderung angenommen und die Betreuung von Menschen mit Demenz auch während der Krise sichergestellt. Lisa-Marie Scheidas Dissertation beschäftigt sich mit einem grundlegend menschenrechtlichen Thema, nämlich der würdevollen Versorgung von Menschen mit Demenz, für die ein Krankenhausaufenthalt eine ganz besonders vulnerable Situation darstellen kann. Die Josef und Luise Kraft-Stiftung sagt herzlichen Glückwunsch und Dank an alle Preisträgerinnen für ihr Engagement! Der Preis wird im feierlichen Rahmen im Jahr 2021 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg übergeben.

Der Preis wird jährlich durch die Josef und Luise Kraft Stiftung gemeinsam mit der dem Deutschen Institut für Menschenrechte (DIMR), der Katholischen Stiftungshochschule (KSH) und der Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ausgeschrieben. Der Zweck des Preises ist die Würdigung von Projekten aus der Praxis und der Wissenschaft, die einen direkten Beitrag zum Schutz der Menschenrechte Älterer in der Pflege leisten. Das Kuratorium besteht aus Dr. Harald Mosler (Kraft-Stiftung), Dr. Caroline Emmer De Albuquerque Green (Kraft-Stiftung), Dr. Claudia Mahler (DIMR), Prof. Andreas Frewer (FAU) und Prof. Constanze Giese (KSH).

Willkommen in 2021

Mit dieser Aktion verbinden wir zwei Gesellschaftsgruppen, die unter Corona sehr zu leiden haben. Ihnen möchten wir damit Gehör und Fokus verschaffen.

04.01.2021 -

Ja, in 2020 kam alles anders, als wir dachten, planten oder gar für möglich gehalten haben... Aber es hat auch viel Gutes gebracht: Es hat uns auf eine wunderbare Weise zusammengeschweißt und vielfältige kreative und spontane Aktionen hervorgebracht: Mitarbeiter haben #IchHelfemitKRAFT ins Leben gerufen, wir konnten Minikonzerte in Senioreneinrichtungen organisieren und tausende Seniorinnen und Senioren mit Osternestern, Wiesnpackerln und Adventskalendern überraschen.

Daneben haben wir in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Katholischen Stiftungshochschule München und dem King´s College, London unsere umfangreichen Forschungsprojekte fortgeführt und neue erforschungsbedürftige Themen aufgegriffen, die wir nun umsetzen wollen.

Und wir haben die Zeit auch genutzt und den ersten Imagefilm unserer Stiftung gedreht.

Alles, was wir in 2020 nicht durchführen konnten, haben wir einfach auf dieses Jahr verschoben! Freuen Sie sich mit uns auf die Preisverleihung unseres Menschenrechtspreises und auf zahlreiche neue Projekte ganz im Sinne von Josef und Luise Kraft! Und natürlich werden wir 2021 wieder große Kraft in praxisnahe Wissenschaft und Forschung stecken, um altersrelevante Themen anzuschieben.

Dieses Jahr wird hoffentlich ein gutes und freudvolles Jahr. Ein Jahr mit vielen positiven Wendungen. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein Jahr voller Mut, neuer Ideen und Zuversicht. Bleiben Sie gesund!

4.000 Osternester an Senioren in BRK-SeniorenWohnen und MÜNCHENSTIFT-Häusern verteilt

Ein Ostergruß von Kraft Baustoffe und der Josef und Luise Kraft-Stiftung

21.04.2020 -

Die Josef und Luise Kraft-Stiftung wollte ein Zeichen setzen. „Wir sind für Sie da", der Slogan, der zu Zeiten der Corona-Krise häufig bemüht wird, sollte zu Leben erweckt werden. Mit der tatkräftigen Unterstützung der Mitarbeiter von Kraft Baustoffe wurden in der Woche vor Ostern über 4.000 Osternester zusammengestellt und verteilt. Die glücklichen Empfänger waren die Senioren der Pflegeeinrichtungen des MünchenStift, der Servicegesellschaft des BRK und des Seniorenstifts am Entenbach sowie das Pflegepersonal der Einrichtungen und der Katholischen Familien- und Altenpflege.

Bereits am Mittwochvormittag überreichten Marion Klement, Geschäftsstellenleiterin, und Dr. Harald Mosler, Vorstandsvorsitzender der Josef und Luise Kraft-Stiftung süße Osterkörbchen an die Vorständin der Katholischen Familien- und Altenhilfe, Christiane Ammer-Wabnitz und ihrem Team, deren große Freude deutlich spürbar war.

So motiviert ging man nachmittags an die Produktion der 4.000 Osternester für die Senioren der erwähnten Pflegeeinrichtungen. Gemeinsam mit mehr als 20 Mitarbeitern von Kraft Baustoffe sowie freiwilligen Helfern aus dem Kreis der Stiftung wurden unter Einhaltung der gebotenen Sicherheitsmaßnahmen über eine halbe Tonne Schoko-Ostereier auf kleine Nester verteilt und mit einem kleinen Holzhasen-Anhänger hübsch verpackt. Die Nester wurden allesamt mit einer Ostergrußkarte versehen. „Wir sind für Sie da" und Telefonnummer soll den Senioren, die Großteils isoliert auf ihren Zimmern bleiben müssen, die Möglichkeit geben, jederzeit anzurufen und zu reden. „Für pflegebedürftige Menschen ist der Kontaktverlust zur Außenwelt besonders an Feiertagen kritisch. Im Namen der Josef und Luise Kraft-Stiftung, die sich seit über 30 Jahren für das Wohl älterer Menschen und speziell auch im Bereich Menschenrechte in der Pflege und Medizin für Ältere einsetzt, möchten wir den Bewohnern der Pflegeeinrichtungen eine kleine Freude machen und sie wissen lassen, dass wir an sie denken", so Dr. Harald Mosler.

Die Osternestaktion ist Teil der Initiative #IchHelfeMitKRAFT, die von Kraft Baustoffe und der Josef und Luise Kraft-Stiftung im Rahmen der Corona-Krise ins Leben gerufen wurde und seitdem von zahlreichen Mitarbeitern unterstützt wird. Im Rahmen dessen sind weitere Aktionen geplant, wie z.B. kleine MutMach-Konzerte mit lokalen Musikern im Freien vor den Pflegeeinrichtungen. Alle Aktionen laufen unter dem Motto „Wir sind für Sie da" und soll den Senioren vermitteln, dass sie nicht alleine sind. Man denkt ihrer und versucht die lange Zeit der Quarantäne mit kleinen Aufmerksamkeiten zu verkürzen.

Im Fall der Osternestaktion hat die Stiftung bereits etwas bewirken können. Die Senioren melden sich bereits seit Donnerstagvormittag, freuen sich über die Wertschätzung und nutzen die Gelegenheit zu einem kleinen Osterplausch.

#IchHelfeMitKRAFT

20.04.2020 -

Durch die Initiative von Kraft Baustoffe und der Unterstützung von der Josef und Luise Kraft-Stiftung soll gegen die Hilflosigkeit und der sozialen Isolation von Senioren während der Ausgangsbeschränkung in Bayern entgegengewirkt werden. Mitarbeiter der Kraft Baustoffgruppen können sich bei der Geschäftsleitung melden und werden über den Verein Retla e.V. an ältere Menschen vermittelt, die dringend Unterstützung brauchen. Eine kraftvolle Kooperation, die mit dieser Aktion in diesen schwierigen Zeiten ein Zeichen des Zusammenhalts setzen möchte.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir befinden uns aktuell in einer sehr besonderen Zeit, einer Zeit der Angst, der Unsicherheit, der Ungewissheit und der Hilfsbedürftigkeit.

Unsere Inhaberin, die Josef und Luise Kraft-Stiftung, ruft daher zur Mithilfe für die Älteren auf, die durch eine Corona-Infektion besonders gefährdet sind. Diese Gruppe benötigt tätige Mithilfe oder schlicht Zuspruch in einer Phase der Einsamkeit und Lebensangst.

Wir planen daher zwei Initiativen, welche Sie tatkräftig unterstützen können:

  • Zum einen können wir Ältere bei Einkäufen oder sonstigen Dienstleistungen, welche die Älteren jetzt nicht mehr selbst machen sollen, helfen.
  • Zum anderen geht es aber um den sehr wichtigen und bislang noch nicht berücksichtigten Kampf gegen die Einsamkeit und gegen Angstgefühle durch Kontaktaufnahme und Gespräche, Zuspruch und Trost via Telefon.

Der RETLA e.V., der vor Kurzem von Frau Judith Prem, einer früheren leitenden Mitarbeiterin der Aktion STERNSTUNDEN des Bayerischen Rundfunks, gegründet wurde, hat hierzu folgenden Aufruf gestartet:

Gespräche gegen die Einsamkeit – RETLA sucht Freiwillige Jeder Kontakt kann gefährlich sein, Pflegeheime haben Besuchsverbot: Für viele Seniorinnen und Senioren kommt zur Bedrohung durch das Corona-Virus noch die Einsamkeit hinzu. Hier müssen wir dringend helfen: Der wohltätige Verein RETLA sucht Freiwillige, die mit älteren Menschen telefonieren und ihnen so dass Gefühl geben, dass sie nicht alleine sind. Jeder kann mitmachen, der ein Telefon, etwas Zeit und ein Herz für seine Mitmenschen hat.

Wenn alte Menschen den Lebensmut verlieren, kann das zu einer echten Gefahr werden. Wir dürfen sie jetzt nicht im Stich lassen. Jeder, der helfen will, kann sich unter gro.alter@ofni oder telefonisch unter 089 / 18 91 00 25 melden. Alles was wir dazu brauchen ist Name, Telefonnummer, E-Mail Adresse, Postleitzahl und zeitliche Einsatzmöglichkeit. RETLA gibt Ihnen einen Leitfaden für solche Gespräche an die Hand und vermittelt dann Telefon-Kontakte von einsamen Seniorinnen und Senioren. Diese Menschen haben der Gesellschaft so viel gegeben, geben wir ihnen jetzt etwas zurück und kümmern wir uns um diesen Bereich, in welchem es darum geht, einsamen Senioren eine soziale Ansprache zu bieten, um die Einsamkeit und Angst ein wenig zu lindern.

Bitte schreiben Sie eine Mail an: ed.effotsuab-tfark@tfarktimeflehhci, um sich für einer der beiden oder aber auch für beide Initiativen anzumelden. Wir kümmern uns um alles Weitere."

Wenn auch Sie helfen möchten, wenden Sie sich bitte direkt an Retla e.V.

Verschoben auf 2021! Wanderausstellung: STILLE HELDINNEN

Pflegeroboter und Lebensgeschichten aus Tansania

26.03.2020 - Das Jahr 2020 widmen wir der Zukunft! Wir freuen uns zum Beispiel auf eine erneute Kooperation mit der Katholischen Stiftungshochschule (KSH) München zum Thema Pflegerobotik. In nur wenigen Jahren werden wohl Roboter viele der Jobs unserer Pflegekräfte in Heimen übernehmen. Dies wirft jedoch schwierige ethische Fragen auf. Was, wenn sich Menschen vor einem Roboter fürchten? Wie kann ein Roboter auf Gefühle eingehen? Diese Fragen sollen innerhalb einer neuen Stiftungsprofessur an der KSH erforscht werden.

Im Frühjahr 2020 bringt die Kraft-Stiftung gemeinsam mit HelpAge Deutschland erstmals die Wanderausstellung „Stille Heldinnen“ nach München. Bei der Ausstellung geht es um Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, veranschaulicht durch die Lebensgeschichten älterer Frauen aus Tansania. Ein spannendes Rahmenprogramm soll uns dabei helfen, Brücken zu schlagen zwischen Alt und Jung, Gegenwart und Zukunft in einem inklusiven und weltoffenen Deutschland.Natürlich wird auch 2020 unser jährlicher Preis für herausragende Arbeit und Praxisbeispiele zu Menschenrechten in Medizin und Pflege ausgeschrieben. Außerdem freuen wir uns auf den Abschluss des Projekts „Beschwerdemechanismen in der Altenpflege“ des Deutschen Instituts für Menschenrechte.

Ausschreibung Förderpreis 2020

Förderpreis Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere - wir möchten von Ihnen hören

22.01.2020 -

Auch dieses Jahr schreibt die Josef und Luise Kraft-Stiftung wieder den Förderpreis 'Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere' aus (Flyer unter 'Downloads' verfügbar). Die Stiftung möchte Studien, Praxisprojekte und Abschlussarbeiten fördern sowie zur Einreichung bis zum 1. Mai 2020 einladen. Wenn Sie ein Projekt zum Thema Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere durchgeführt oder eine Abschlussarbeit zu diesem Themenfeld verfasst haben (z.B. Promotion, Diplom- oder Magisterarbeit; die Verteidigung sollte nicht länger als fünf Jahre zurückliegen), möchten wir Sie zur Bewerbung anregen. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert; er kann ggf. geteilt werden. Einsendeschluss ist der 01.05.2020 mit E-mail an: ed.gnutfits-tfark@tnemelk.noiram

Wissenschaft trifft auf Erfahrung: Ein Dialog auf Augenhöhe

20.01.2020 - Die Wissenschaft interessiert sich für Pflegeheime. Aber der Dialog mit den Menschen, um die es bei der Forschung geht, kommt oft zu kurz. Das „Seniorenheimforum“ der Katholischen Stiftungshochschule München, der Josef und Luise Kraft-Stiftung und des Caritas-Seniorenheims St. Vinzenz in Garmisch am 4. Juni 2019 sollte hier weiterhelfen. Ziel der Veranstaltung war der Dialog „auf Augenhöhe“ zwischen Pflegewissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen und Menschen, die in Pflegeheimen wohnen, in ihnen arbeiten und sie besuchen. Der Festsaal des Heims füllte sich bis auf wenige Plätze mit Heimbewohnern, Pflegekräften und Interessierten, die durch unterschiedliche wissenschaftliche Vorträge Impulse bekamen. Gemeinsam wurden kontroverse Themen wie Menschenrechte in der Pflege, Pflegerobotik und Altersdiskriminierung in Film und Medien diskutiert. Hier konnten alle etwas voneinander lernen!

Festakt: Menschenrechtspreisverleihung 2019

„Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere"

07.11.2019 -

Bereits zum zweiten Mal vergibt die Josef und Luise Kraft-Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte in Berlin den Förderpreis „Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere". Am 9. Dezember 2019 - am Tag vor dem „Tag der Menschenrechte" – findet die Verleihung im Einsteinsaal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am Gendarmenmarkt in Berlin statt. Die Preisverleihung beginnt um 15 Uhr, das voraussichtliche Ende ist gegen 19 Uhr geplant.

Weitere Infos und Programm als PDF

Festakt: Menschenrechtspreisverleihung 2018

10.10.2018 -

Am 3. Dezember 2018 verleiht die Josef und Luise Kraft-Stiftung gemeinsam mit der Katholischen Fachhochschule München, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und dem Deutschen Institut für Menschenrechte den ersten Menschenrechtspreis "Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere". Die Preisverleihung steht unter dem Stern des 70 Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Der Festakt ist öffentlich. Platzreservierungen an Dr. Christoph Ellssel, Kompetenzzentrum "Zukunft Alter" Tel.:089/48092-8246, E-Mail:zukunft.alter@ksh-m.de. Für das Program klinken Sie bitte hier 

Wohin kann man sich wenden, wenn etwas im Pflegeheim schief läuft?

Kraft-Stiftung fördert Forschungsprojekt am Deutschen Institut für Menschenrechte

13.04.2018 -

Die Josef und Luise Kraft Stiftung fördert seit Januar 2018 ein Forschungsprojekt des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Das qualitative Forschungsprojekt „Beschwerdemechanismen in der Altenpflege" (Januar 2018 – Juli 2020) untersucht, wie Pflegebedürftige sowie ihre potentiellen Unterstützer_innen wie Angehörige, Betreuer_innen und Pflegekräfte mit Hilfe effektiver Beschwerdemechanismen eine menschenwürdige Pflege einfordern und Abhilfe von Rechtsverletzungen erlangen können. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Handlungsempfehlungen für die Entwicklung und Gestaltung effektiver Beschwerdemechanismen in der Altenpflege zu erarbeiten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Förderpreis "Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere"

10.11.2017 - Die Josef und Luise Kraft-Stiftung schreibt für das Jahr 2018 den Förderpreis „Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere" aus. 70 Jahre nach Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (Universal Declaration of Human Rights) 1948 sollen Menschenrechte und Medizinethik im Gesundheitswesen noch stärker wahrgenommen werden. Der Berücksichtigung und dem Schutz älterer, hilfsbedürftiger Personen kommt dabei besondere Bedeutung zu. Dies unterstützt die Kraft-Stiftung durch eine Auszeichnung geeigneter Projekte und engagierter Persönlichkeiten.

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Integrationspaten für geflüchtete Kinder gesucht!

17.03.2017 -

In der Ausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 13.3.17 kann man es nachlesen: brotZeit e.V.,  der von der Kraft-Stiftung finanzierte Verein von Uschi Glas, sorgt nicht nur bundesweit für ein gesundes Schulfrühstück. Bereits seit 2016 macht sich brotZeit auch stark für geflüchtete Kinder. Senioren und Seniorinnen mit pädagogischem Hintergrund helfen den Kindern Deutsch zu lernen und machen sie so fit für die Schule. Die Paten unterstützen die Lehrer im Unterricht, helfen bei den Hausaufgaben und sie erklären den Kindern, wie das Leben in Deutschland so funktioniert. Die Senioren erhalten vorher einen dreitägigen Kompaktkurs. 95 Integrationspaten hat brotZeit bisher deutschlandweit bereits ausbilden lassen.

Jetzt sucht brotZeit weitere Integrationspaten: Engagierte Senioren, wenn möglich mit beruflicher Erfahrung als Pädagoge oder Erzieher, können sich bei Christine Eidenschink, Telefon 089/205 07 46 60 melden.

Hier geht es zum Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Menschenrechte in der Pflege als Kompass

24.01.2017 - Caroline Emmer De Albuquerque Green, Mitinitiatorin der Initiative all right! Menschenrechte in der Pflege, hat in der aktuellen Ausgabe der Mitarbeiterzeitung des Bayerischen Roten Kreuzes einen Gastbeitrag zum Thema Menschenrechte in der Pflege geschrieben. Ihr ist wichtig, das Thema Menschenrechte nicht nur aufzugreifen, wenn es darum geht, Missstände im Pflegealltag anzuprangern. Vielmehr können Pflegende die Menschenrechte als verlässlichen Kompass für menschenwürdige Pflege nutzen.

Den ganzen Artikel können Sie hier einsehen und downloaden.

Website von all right! ist online

Zum Tag der Menschenrechte ging die Website von all right! an den Start

12.12.2016 -

Wir freuen uns darüber, dass die neue Initiative all right! – Menschenrechte in der Pflege ab sofort im Internet präsent ist: www.all-right.org.

Die Josef und Luise Kraft-Stiftung will mit all right! vor allem Fachkräfte in der Pflege ermutigen und unterstützen, das wichtige Thema menschenrechtsbasierte Pflege in ihrem Arbeitsalltag umzusetzen. Auf der Website bietet die Stiftung nach und nach hilfreiche Materialien und Informationen zum Thema und lädt zum offenen Dialog ein.

Und noch mal all right!

Forsa-Umfrage zur Pflege-Charta ist Titelthema im Magazin Altenpflege

19.09.2016 - Acht Seiten widmet das Fachmagazin Altenpflege der von der Josef und Luise Kraft-Stiftung initiierten Forsa-Umfrage zur Pflege-Charta. Als Autorin des Titelthemas kommt Caroline Emmer De Albuquerque Green von der Kraft-Stiftung zu Wort. Im Artikel verweist sie zum Beispiel auch auf einen Leitfaden zur Selbstbewertung. Er hilft Pflegenden dabei einzuschätzen, inwieweit die eigene Einrichtung den Empfehlungen der Pflege-Charta folgt.

Hier können Sie die August-Ausgabe des Fachmagazins Altenpflege mit dem Artikel zur Pflege-Charta einsehen und downloaden.

all right!

Ergebnisse der Forsa-Umfrage zur Pflege-Charta liegen vor

07.08.2016 - Zum Start ihrer Initiative all right - Menschenrechte in der Pflege hatte die Josef und Luise Kraft-Stiftung wie berichtet eine forsa-Studie in Auftrag gegeben. Sie fragt ab, inwieweit die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veranlasste „Pflege-Charta" in deutschen Pflegeeinrichtungen bereits bekannt und umgesetzt wird.

HIER können Sie die umfangreiche Publikation mit den interessanten Studienergebnissen und weiteren Praxiskommentaren einsehen und downloaden.

Die Stiftung in der Tagespresse

Spendenscheck über 10.000 Euro geht an das Seniorenheim St. Elisabeth in Bruck

22.06.2016 -

Heute berichtet die Mittelbayerische Tageszeitung in ihrem Lokalteil über eine Spende der Josef und Luise Kraft-Stiftung: Die Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, Emilla Müller, überreichte stellvertretend für den Stiftungsvorstand Dr. Mosler einen Spendenscheck in Höhe von 10.000 Euro an die Heimleiterin des Seniorenheims St. Elisabeth in Bruck, Oberpfalz. Mit dem Geld werden für mehrere Aufenthaltsräume bequeme Polstermöbel und Großbildfernseher angeschafft. So können die Bewohner auch in größerer Runde gemütlich zusammen sitzen.

Den kompletten Artikel finden Sie hier.

all right!

Josef und Luise Kraft-Stiftung startet bundesweite Initiative zum Thema Menschenrechte in der Pflege

27.04.2016 -

Zum 30-jährigen Jubiläum der Josef und Luise-Kraft-Stiftung, München startet die Stiftung mit einer bundesweiten Initiative zum Thema Menschenrechte in der Pflege. Im partnerschaftlichen Dialog mit Fachkräften und Entscheidern aus der stationären Pflege wird das Thema in den Mittelpunkt gestellt, um zu informieren und gemeinsam praxistaugliche Lösungen zu entwickeln. Als Orientierung dient die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend entwickelte „Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen“ (Pflege-Charta).

Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung.

Stiftung fördert neue Stiftungsprofessur der KSFH in der Versorgungsforschung

08.03.2016 -

Eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre ist die qualifizierte medizinische und pflegerische Versorgung älterer Menschen, die an mehreren Krankheiten gleichzeitig leiden. Diagnose, Therapie und Versorgung erfordern eine enge Zusammenarbeit unterschiedlichster Gesundheitsberufe, -disziplinen und der Forschung.

Aus diesem Grund fördert die Josef und Luise Kraft-Stiftung eine weitere Stiftungsprofessur der Katholischen Stiftungsfachhochschule München zum Themenfeld Versorgungsforschung. Dabei lieg der inhaltliche Schwerpunkt auf der interprofessionellen und interdisziplinären Zusammenarbeit bei der Versorgung älterer Menschen.

Neue Stiftungskooperation mit der Pinakothek der Moderne

18.11.2015 -

Ein neues Projekt wird die Josef und Luise Kraft-Stiftung gemeinsam mit der Stiftung der Pinakothek der Moderne, München, in 2016 beginnen: Die Kooperation soll es Menschen mit Demenz ermöglichen, in den Museen Kunst direkt zu erfahren. Hierzu werden geeignete „Kunstvermittler“ den Besuchern spezifisch erarbeitete Erläuterungen zu den Kunstwerken geben. Durch den verbalen, kreativen Prozess werden bei den teilnehmenden Menschen eigene, vielleicht verborgene, Kompetenzen aktiviert und sichtbar gemacht, Fähigkeiten wie Offenheit, Geduld und Konzentration gefördert und die Stimmung sowie das Selbstwertgefühl gehoben. „Was so erfolgreich mit unserem Musikprojekt begonnen hat, soll sich nun auch auf die bildende Kunst erstrecken“, so Margarethe Schlemmer, stellvertretende Vorsitzende der Kraft-Stiftung.

Demenzzimmer im Kreiskrankenhaus Wolfratshausen

09.03.2015 -

Die Josef und Luise Kraft-Stiftung hat mit einer Spende die Einrichtung von Demenzzimmern im Kreiskrankenhause Wolfratshausen unterstützt. Diese Zimmer sind speziell angepasst an die Bedürfnisse demenziell erkrankter Menschen. In den wohnlich eingerichteten Räumen fühlen sich auch die Angehörigen wohl. Die Zimmer sind mit Niederflurbetten ausgestattet, die sich elektronisch absenken lassen, um nächtliches Herausfallen zu vermeiden.

Josef und Luise Kraft-Stiftung
Baierbrunner Straße 25
81379 München

fon +49 (0)89 470 83 34
fax +49 (0)89 47 78 59
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