Förderung von Forschung und Wissenschaft

Die Josef und Luise Kraft-Stiftung fördert Projekte aus Forschung und Lehre, die das Thema Altenhilfe und seine vielen Aspekte zukunftsweisend mitgestalten. Zudem lobt die Stiftung Preise aus, vergibt Stipendien und initiiert Studien. Dabei kooperiert sie mit Organisationen, Einrichtungen und Instituten, die lösungsorientierte und vor allem nachhaltige und wirksame Projekte bzw. Initiativen in diesem Themenbereich entwickeln. Einige davon möchten wir Ihnen hier gerne vorstellen.

Die Stiftung vergibt auch Promotionsstipendien für Projekte, die sich direkt mit den Schwerpunktthemen „Menschenrechte im Alter", „Altersdiskriminierung" oder „mentale Gesundheit im Alter" beschäftigen.

Sie haben ein passendes Dissertationsthema oder ein spannendes Projekt und interessieren sich für eine Zusammenarbeit mit uns? Hier erfahren Sie mehr. Oder melden Sie sich direkt bei Marion Klement +49 89 4708332.

Neues Forschungsprojekt: PANAMA – Psychotherapie aus der Innensicht alter und sehr alter Menschen

Wie erleben Patient*innen im hohen und höchsten Lebensalter den psychotherapeutischen Prozess, und inwiefern profitieren sie ihrem Erleben nach von der Psychotherapie? Dieser Forschungsfrage widmet sich ein neues Forschungsprojekt an der MSB Medical School unter der Leitung von Professorin Dr. Eva-Maria Kessler. Die qualitative Forschung kann einen Einblick in die Psychotherapie aus der Sicht von Patienten generieren - bislang ein blinder Fleck auf dem Forschungsfeld „Psychotherapie und Alter“. Das Projekt hat das Potenzial, die Versorgung älterer Menschen im Bereich der psychischen Gesundheit signifikant zu verbessern. Es läuft seit Herbst 2023 und wird über eine Laufzeit von drei Jahren von der Stiftung gefördert; Projektpartner von Eva-Maria Kessler sind Prof. Dr. Uwe Krähne und Prof. Dr. Reinhard Lindner.

Förderung des interdisziplinären „Kompetenzzentrums Zukunft Alter“ an der KSH München

Um zentrale Fragen der Digitalisierung im Kontext älterer Menschen geht es bei der Förderung des Kompetenz- und Entwicklungsclusters mit Promotion zum Thema „Digitalisierung in Gesundheit und Sozialer Arbeit im Lebenslauf und Alter“. Der Förderzeitraum für die Katholischen Stiftungshochschule in München läuft vom 01.01.2022 bis 31.12.2026. Informationen zum Kompetenzzentrum finden Sie hier.

„Senior Professorship“ an der Technischen Universität München (TUM)

Seit Wintersemester 2021/2022 fördert die Josef und Luise Kraft-Stiftung eine Professur zum Thema „Spiritual Care und psychosomatische Gesundheit im Alter“ an der TUM (Klinikum Rechts der Isar). Professor Dr. med. Eckhard Frick ist auf dem Gebiet der Altersforschung vor allem auf die Themen „Spiritualität“ und „Gesundes Altern“ fokussiert, wodurch sich enge wissenschaftliche Verbindungen zur Stiftung ergeben. Die Förderung erfolgt über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Forschungsprojekt „Menschenrechtsbasierte Altenpflege“ an der KSH München

„Menschenrechte in der Pflege“ ist für die Josef und Luise Kraft-Stiftung ein hoch relevantes Thema. Deshalb entschied sie sich, ein zweijähriges Projekt zu finanzieren, in dem Wissenschaftler*innen der Katholischen Stiftungshochschule mit Pflegekräften aus der Praxis zusammenarbeiteten. Im Fokus dieses Forschungsprojekts stand die Bedeutung menschenrechtsbasierter Pflege im Pflegealltag stationärer Einrichtungen. Es sollten Lösungsansätze erarbeitet werden, mit denen sich eine Pflegepraxis realisieren lässt, die sich an der Pflege-Charta des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend orientiert.

Initiierung eines neuen Studiengangs „Pflege Dual“ an der KSH

Die Josef und Luise Kraft-Stiftung finanzierte eine auf fünf Jahre angelegte Stiftungsprofessur zum Thema „Gerontologische Pflege im Dualen System“ an der Katholischen Stiftungshochschule München. Aus dieser wissenschaftlichen Arbeit ging das Konzept und die konkrete Planung eines neuen Dualen Studiengangs hervor: „Pflege Dual“. Dieser wurde nach der Finanzierung in das reguläre Studienangebot der KSH übernommen und von Hochschulen in ganz Deutschland adaptiert. Zum WS 2020/2021 löste ihn der primärqualifizierenden Studiengang „Pflege (B.Sc.)“ aufgrund neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen ab. Informationen dazu finden Sie hier.

Finanzierung zweier Lehrstühle an der Katholischen Stiftungshochschule

Mit Unterstützung der Josef und Luise Kraft-Stiftung konnte die KHS zwei Stiftungsprofessuren etablieren. Die Lehrstühle „Versorgungsforschung“ und „Zukunft Alter“ fokussieren sich auf die Untersuchung und Verbesserung bestehender Versorgungskonzepte insbesondere für ältere Menschen. Entscheidend dabei war es, mit einem festen Blick auf die Praxis neue, zukunftsweisende Versorgungkonzepte zu entwickeln. Informationen über die intensive Zusammenarbeit zwischen der Stiftung und der KSH München finden Sie hier.

Mediale Altersbilder: Forschungsprojekt mit der Medical School Berlin

Corona rückte die Kategorie „Alter“ verstärkt in den Fokus der öffentlichen, vor allem der medialen Aufmerksamkeit. Dabei war kaum zu übersehen, dass ältere Menschen (wieder verstärkt) überwiegend als schwach, hilfe- und schutzbedürftig gesehen und dargestellt wurden. Vor diesem Hintergrund startete die MSB unter der Leitung von Prof. Dr. Eva-Marie Kessler eine Untersuchung, wie sich Altersdarstellungen und Altersdiskurse seit Beginn der Pandemie entwickelt haben. Zum Forschungsprojekt IM/AGE-19 fand mit der Förderung Stiftung ein bundesweiter Fotowettbewerb statt. Gesucht wurden lebendige Einblicke in das Leben von Menschen im hohen und sehr hohen Lebensalter während der Pandemie, und zwar jenseits klischeehafter Darstellungen. Weitere Informationen finden Sie unter IM/AGE-19 und MSB Medical School Berlin

Jubiläumsinitiative des Stifterverbands: WIRKUNGhoch100

Überzeugt von der Idee unterstützt die Josef und Luise Kraft-Stiftung die Jubiläumsinitiative des Stifterverbands, der „Junge Ideen für morgen“, aber auch „Junge Ideen für alte Menschen“ suchte. Hier finden Sie die 100 besten Zukunftsprojekte für Bildung, Wissenschaft und Innovation Deutschlands, die 2021 von einem Expert*innen-Rat sorgfältig ausgewählt und nun im Rahmen von WIRKUNGhoch100 gefördert werden – finanziell und mit praktischer Unterstützung.

Kraft-Stiftung finanziert Graduiertenkolleg an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU)
Doktoranden forschen zum Thema „Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere

Im Oktober 2021 startete das zweite Graduiertenkolleg zur strukturierten Promotion, das vor über drei Jahren Dank der Förderung der Stiftung zum ersten Mal an der FAU Erlangen-Nürnberg ins Leben gerufen wurde. Zehn Doktorand*innen forschen zum Thema „Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere“. Sprecher sind Prof. Dr. Dr. Heiner Bielefeldt und Prof. Dr. Andreas Frewer, M.A. Die Betreuung erfolgt im Tandem-Modell mit Expert*innen u.a. aus den Bereichen Menschenrechte, Ethik, Philosophie, Medizin, Geriatrie, Psychogerontologie, Medizinrecht, Public Health und Versorgungsforschung. Die erste Förderphase des ersten Kollegs endete August 2021, die zweite läuft bis September 2024. Hier erfahren Sie mehr über das Graduiertenkolleg.

Menschenrechtspreis „Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere“

Um Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere in der deutschen Gesellschaft geht es der Josef und Luise Kraft-Stiftung im Besonderen. Im Jahr 2021 wurde der von ihr ins Leben gerufene Förderpreis bereits zum vierten Mal ausgelobt! In Kooperation mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Katholischen Stiftungshochschule (KSH) findet die Preisverleihung für die ausgewählten Projekte und Initiativen i.d.R. auf einem Festakt statt.

Bei Königshausen & Neumann sind bereits drei Bände „Menschenrechte Ethik Medizin für Ältere“ erschienen: Band 1, Band 2, Band 3

Beschwerdemechanismen in der Altenpflege – ein Forschungsprojekt mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte

Das qualitative Forschungsprojekt des Deutschen Instituts für Menschenrechte „Beschwerdemechanismen in der Altenpflege“ zählte ebenfalls zu den Stiftungsprojekten (Januar 2018 – Juli 2020). Untersucht wurde, wie Pflegebedürftige sowie ihre potentiellen Unterstützer*innen (Angehörige, Betreuer*innen, Pflegekräfte) mit Hilfe effektiver Beschwerdemechanismen eine menschenwürdige Pflege einfordern und Abhilfe von Rechtsverletzungen erlangen können. Ziel des Forschungsvorhabens war es, Handlungsempfehlungen für die Entwicklung und Gestaltung effektiver Beschwerdemechanismen in der Altenpflege zu erarbeiten. Informationen zur Studie und den Ergebnissen finden Sie hier.

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